Pater Leppich spricht: Die Revolution der Bergpredigt

hochgeladen
von: Little Eddy
am: 2010-03-09
um: 16:49:28
793 mal angezeigt
Um dieses Medium als Favoriten hinzufügen oder es an einen Freund senden zu können, müssen Sie sich einloggen!

Medienserver: 1 

Die Aufnahme stammt vermutlich aus den 50er Jahren.

Absolut hörenswert und hoch aktuell!

Hier nur ein kleiner Ausschnitt:
"Härte ohne Gewalt, das ist Sanftmut - aber Härte.
Du bist als Christ in der Wahrheit und für diese Wahrheit hast du einzustehen - überall, in jeder Situation.
Das ist die Sanftmut von der Christus gesprochen hat, die die ganze Welt verspottet weil es viele Christen gibt, die (nicht dazu stehen, dass sie Christen sind) …

Wir haben uns allzu oft schon in die katholischen Mauselöcher jagen lassen.
Wir haben uns das Schlagwort "Religion ist Privatsache" aufdrängen lassen und uns in das stille Kämmerlein und in die Sakristei einsperren lassen.

Wir haben Christus falsch verstanden, wenn wir meinen, wir könnten uns in der Öffentlichkeit mit schwachen Protesten begnügen!
Wir werden Rundfunk und Presse und Film immer wieder mit unserer Meinung als Christen attackieren müssen! … Wir werden uns wehren müssen, wenn mit Schmutz begossen wird, was uns heilig ist ...

Ohne die Sanftmut … diese heilige Selbstbeherrschung, wäre die Welt ein Karussell von Leidenschaft, Blut und Rache ...

Wohl kaum eine Tugend wird so gründlich missverstanden wie die christliche Sanftmut - auch von uns Christen! Und darum brauchen wir zuerst selbst eine religiöse Entrümpelung ...

Die Sanftmut, die Christus gefordert hat, ist keine Tugend für Schwächlinge, für religiöse Leisetreter oder gar Filzpantoffeltypen.

Wenn ein temperamentloser Trottel sich alles gefallen lässt und zu allem ja und Amen sagt, dann ist das noch lange keine Sanftmut!

Wenn einer zu unrecht feige oder verbissen schweigt, weil er der Schwächere ist, dann ist das keine Sanftmut!

Aber: ruhig bleiben, alle Zügel in der Hand behalten, auch wenn Erregung und Zorn noch so berechtigt sind - das ist Sanftmut.
Sie ist keine passive Tugend, sie ist Aktivität und Sieg!
Oder was fordert mehr aktive Kraft, mehr innere Freiheit: dem Angreifer mit gleicher Münze heimzahlen, zurückschlagen oder dem Gegner auch noch die andere Wange hinhalten?
Jawohl, die Sanftmut ist eine unbequeme Tugend…

Und weil sie unbequem ist, überlassen wir sie gern den passiven Duldern und halten uns für entschuldigt …

Wir können keine faulen Frieden schließen mit der Welt, in der Gott entthront ist. Die Sanftmut der Bergpredigt ist keine Fessel für die Wahrheit Jesu Christi! Auch kein Maulkorb, mit dem man uns zum Schweigen bringen kann. Aber sie bestimmt das Maß für unseren Zorn, damit unser gerechter Zorn nicht blind wird. Damit wir Herr unseres Zornes bleiben - wie Christus …

Wie müssten wir die Welt erschüttern, wenn wir die heilige Dynamik der Sanftmut Jesu Christi nutzen würden."

(Pater Johannes Leppich SJ)

weiterführender Link: www.aref.de/kalenderblatt/2002/50_pater-leppich.php
Little Eddy (10.3.2010 23:24)

Hier noch ein Link zu einer Buchbesprechung: Mit Glaubensglut und Feuereifer (über Pater Leppich und Pater Werenfried)
www.kirche.tv/Default.aspx?tabid=56&mFileId=5707&ctl2l=Details

Heinrich Krause (10.3.2010 17:05)

@ loveshalom, das kann ich sehr gut verstehen.Ich war ja damals noch sehr jung (12-14 Jahre alt). Die Predigten waren sehr mitreißend. Solche begnadeten Prediger bräuchten wir heute ganz dringend!

(10.3.2010 15:08)

Mein Onkel hat sehr von ihm geschwärmt! Er trat für den Glauben ein!

Heinrich Krause (10.3.2010 14:51)

Ich habe Pater Leppich noch als Jugendlicher bei einem seiner berühmten Straßenpredigten in Berlin erlebt.Man nannte ihn: "Das Maschinengewehr Gottes" wenn ich mich recht erinnere.

(10.3.2010 6:49)

21.Tag "Hl. Joseph, verteidige die Kirche vor aller Widerwärtigkeit und breite deinen Schutzmantel aus über uns alle."
www.kathtube.com/player.php?id=8450

Kommentar verfassen:

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich einloggen!
© 2007-2010 kath.net - katholischer Nachrichtendienst